Wie man in Chile für seine Gesundheit sorgt

Moderne Technik und hochqualifiziertes Personal

Allgemeines

Einwanderer nach Chile können sich freuen zu wissen, dass gemäß der Weltgesundheitsorganisation ihre neue Heimat eines der besten Gesundheitsfürsorgesysteme in der Welt hat. Die Gesundheitsfürsorge in Chile besteht aus zwei Versorgungsarten: Der private Sektor und der öffentliche Sektor, und so können Einwanderer eine gute Qualität und erschwingliche ärztliche Behandlung zum Erhalt ihrer Gesundheit von beiden erwarten. Dennoch gibt es regionale Unterschiede in der Qualität der Gesundheitsfürsorge in Chile mit den modernen Ausrüstungen und Möglichkeiten in Santiago und den anderen großen Zentren, aber in merkbar geringerer Verfügung in kleineren Städten und ländlichen Bereichen. Chile ist in Bezug auf hygienischen Verhältnisse ein relativ sicheres Land in Südamerika. Krankheiten wie Malaria oder Gelbfieber sind seit langem nicht mehr aufgetreten und nur selten sind in den letzten Jahrzehnten Fälle von Cholera aufgetreten. Viele Häuser und Wohnungen insbesondere in abgelegenen Gebieten sind noch nicht an Trinkwasserversorgung und Kanalisation angeschlossen. Deshalb können sich vor allem dort Infektionskrankheiten wie Typhus, Tuberkulose und Paratyphus, venerische Krankheiten und Erkältungskrankheiten ausbreiten. An Aids sind in Chile etwa 20.000 Menschen erkrankt.

Impfungen

Für Chile sind keine Impfungen vorgeschrieben, da die Hygiene-Standards hoch sind. Man sollte sich aber gegen Tetanus, Diphtherie, Polio und Hepatitis A und B impfen lassen, wenn man in Chile vorhat, dauerhaft gesund zu leben. Auch eine Tollwutimpfung kann sinnvoll sein, vor allem in ländlichen Regionen.

Öffentliche Gesundheitsfürsorge

Chilenische Staatsangehörige und dort Wohnende haben Zugang zur öffentlichen Gesundheitsfürsorge durch durch das staatliche System Fondo Nacional de Salud (FONASA) mit der zusätzlichen Absicherung über privat geführte Gesundheitsversicherer. Staatskrankenhäuser sind oft überfüllt, und auch wenn sie gute Qualität der Versorgung anbieten, bieten private Krankenhäuser (clinicas) einen besseren Standard der Versorgung an und werden durch die meisten Zuwanderer bevorzugt. Die obere Beitragsgrenze dieser Grundsicherung ist auf maximal ca. 100 Euro begrenzt, ansonsten beträgt sie 7 % des Bruttoeinkommens.
2005 trat eine Reform in Kraft. Dieses Reformprogramm „AUGE“ steht für „Umfassenden Zugang mit ausdrücklichen Garantien“. Das Programm will das Gesundheitssystem von 1980 an „neuen Realitäten“ anpassen. Es will die Behandlung einer Krankheit innerhalb von zwei Monaten nach der Diagnose garantieren. Auch eine Begrenzung des hohen Eigenanteils soll damit erreicht werden. Bisher beziehen sich diese Bestimmungen jedoch nur auf in einer Liste des Gesetzgebers zusammengefasste Erkrankungen, die bis heute mehr als 65 Krankheiten einschließt und weiter fortgeschrieben werden soll. Krebserkrankungen und die Volkskrankheiten Diabetes und Bluthochdruck sind ebenso wie psychische Erkrankungen dabei.

Private Gesundheitsfürsorge

Das logo der deutschen Klinik Valdivia - Gesundheit in Chile
Das logo der deutschen Klinik Valdivia

Im Allgemeinen haben die meisten Zuwanderer keinen Zugang zu freien öffentlichen Gesundheitsfürsorge, solange sie keine Aufenthaltsgenehmigung haben und Steuern in Chile bezahlen. Es gibt verschiedene Gesellschaften der privaten Krankenversicherung in Chile in den Instituciones de Salud Previsional (ISAPRE), die eine einfachere Mitgliederaufnahme zur privaten Gesundheitsfürsorge in Chile erlauben. Diese sind darum beliebt bei Zuwanderern, die sich für FONASA nicht qualifizieren können.

Die meisten Ärzte im privaten und öffentlichen Sektor wurden gleich gut ausgebildet, viele von ihnen haben Auslandspraktika-Erfahrungen und sind in der Lage, Englisch zu sprechen. Patienten brauchen keine Überweisung, um einen Facharzt zu besuchen, und Einwanderer müssen sich daran gewöhnen, dass das Konzept eines Hausarztes für Allgemeinmedizin in Chile so nicht üblich ist, weil sich die meisten Ärzte auf einen besonderen Aspekt der Medizin spezialisiert haben. Es ist deshalb möglich, auch zuerst einen Facharzt ohne eine Überweisung von einem Allgemeinmediziner zu besuchen.

Apotheken

Es ist nicht schwierig, Apotheken (farmacias) in Chile zu finden, und viele von ihnen sind 24 Stunden pro Tag offen. Apotheker werden hervorragend ausgebildet und viele Medikamente, die anderswo verschreibungspflichtig sind, erhält man ohne weiteres in Chiles Apotheken. Deshalb konsultieren viele Chilenen bei kleineren Erkrankungen, auch weil es billiger ist, eher die Apotheken-Angestellten statt einen Arzt.

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