Hallo, mein Name ist Sven Teichmann (27). Ich bin einer der beiden Gründer von CHANGE YOUR COUNTRY LTD. Hier möchte ich dir ein wenig über meine Erfahrungen und Motivationen zum Thema Auswanderung mitteilen. Ich werde dir von meinen ersten Auslandserfahrungen erzählen, wie die Idee entstand und wie es schließlich zur Firmengründung kam. Spannend war es auch, wie ich den erfahrenen Unternehmer Dr. Wolf-Dieter Schwidop (61) von seinem Ruhestand abhielt und mit ins Boot geholt habe. Ich wünsche dir viel Spaß beim Lesen!

The story - Kabel verlegen bei einen der Kunden in Edmonton
Kabel verlegen bei einen der Kunden in Edmonton

„Work and Holiday“ in Kanada

Noch wärend meiner Ausbildung zum Elektriker kam mein Freund Serg aus Kanada wieder zurück. Er war mit dem „Work and Holiday“-Visum dort gewesen und hatte mir erzählt, wie es war, wie er alles dort angestellt hatte mit Arbeit, Wohnung und vielen weiteren Sachen. Ich muss schon sagen, er hatte mich von Kanada voll und ganz begeistert. Daraufhin besorgte ich mir das gleiche Visum, dass er erfolgreich genutzt hatte. Ich musste aber leider noch ein Jahr warten, bis die Reise endlich losgehen konnte. Um diese Zeit zu überbrücken, arbeitete ich noch als Elektriker in Deutschland.

Am 12. Dezember 2011 ging es nun los. Und das war gar nicht so prickelnd, wie ich mir das vorgestellt hatte: Im absoluten Schneechaos in Frankfurt fiel zunächst einmal mein Flug nach Calgary aus. Erst am nächsten Tag, als sich das Wetter beruhigt hatte, ging dann die Reise nach Kanada los. Ich erinnere mich noch genau an das Gefühl, als ich mutterseelenallein auf dem Flughafen von Calgary stand, mit der Vorfreude, dass es jetzt endlich mit dem Abenteuer beginnen konnte. Von Calgary aus fuhr ich mit dem Bus nach Banff, um Kanada erst einmal von seiner besten Seite kennenlernen zu dürfen. Bei perfektem Pulverschnee konnte ich mit Skiern dort die Pisten unsicher machen. Später traf ich mich mit meinem alten Schulfreund Haucky in Oilers City, Edmonton. Er hatte auch glücklicherweise schon eine Bleibe gefunden, die geräumig genug war, damit ich dort auch unterkommen konnte. Nach einem Monat in Edmonton wurde mir langsam das Geld knapp. So musste ich mir nun gezwungenermaßen einen Job suchen. Nisku, ein paar km südlich von Edmonton gelegen, wurde mir als der beste Ort empfohlen, um gutes Geld zu verdienen. Aus diesem Grund mietete ich mir ein Auto und fuhr nach Nisku. Nach endlosem Abklappern der vielen Pipeline-Companies hatte ich dann endlich Glück: Ich wurde zu einem polnischen Elektriker weiter vermittelt. In diesem Unternehmen arbeitete ich dann ein halbes Jahr ebenfalls als Elektriker. Danach reiste ich noch ein weiteres halbes Jahr durch Kanada und auch durch die Vereinigten Staaten.

Wieder zu Hause

Nach meiner „Work and Holiday“ – Erfahrung in Kanada ging es nun wieder nach Deutschland zurück, um dort zu studieren. Nach dem Fachoberschulabschluss studierte ich zwei Semester Elektrotechnik. Doch das Studium befriedigte mich nicht und deshalb brach ich das Studium wieder ab. Außerdem brauchte ich wieder frisches Geld für neue Auslandsabenteuer. Ich arbeitete also wieder in meinem Beruf, um genügend Cash zu haben. Während dieser Zeit war ich auch öfters mal bei meinen Großeltern, um lecker zu dinieren. In meiner Familie ist es übrigens üblich, dass wir untereinander Bücher austauschen, die uns begeistern. So bekam ich von meiner Oma “Rich Dad – Poor Dad” von Robert T. Kiyosaki. Es war das Buch, das meinen Blick auf die Welt entscheidend beeinflusste. Danach investierte ich noch mehr Zeit in meine finanzielle und unternehmerische Bildung. Ich las viele weitere Bücher und nutzte Kontakte zur Netzwerkbildung, wo auch immer es ging.

Mexiko, der Anfang und auch das Ende?

Ende 2015 war es dann wieder soweit: Ich reiste nun nach Mexiko, um mich von hier aus Stück für Stück weiter nach Südamerika zu vorzuarbeiten und um am Ende dorthin auszuwandern, wo es mir am besten gefallen würde. Aber es lief nicht so, wie ich mir das in meiner Unbekümmertheit zunächst vorgestellt hatte. Da war vor allem die Sprachbarriere, denn ich lernte Spanisch viel zu langsam. Und ich stieß auf Probleme, die es in Kanada so nicht gab. Ich musste erfahren, dass Mexiko halt doch noch eine ganz andere Kultur ist als Kanada. Also analysierte ich, was mich eigentlich hinderte, nach Mexiko auszuwandern:

  • Ich war ziemlich auf mich allein gestellt.
  • Ich bräuchte jemanden, mit dem ich mich austauschen kann und der mir auch hilft.
  • Ich vermisste die deutschen Landsleute, da ich die deutsche Kultur und Sprache mag.
The story - Firmengründung von Change Your Country
Der Abend nach der Gründung von CHANGE YOUR COUNTRY LTD

Die Gründung von CHANGE YOUR COUNTRY

So ist bei mir die Idee von einem Auswanderungsservice, von CHANGE YOUR COUNTRY entstanden: Menschen zu helfen, die auswandern möchten. Ich packte deshalb erst einmal wieder die Koffer für die Rückreise nach Hause. Aber auch, um meinen geschäftlich erfahrenen Freund Dr. Wolf-Dieter Schwidop mit meinen Ideen zu begeistern und für eine gemeinsame Firma zu gewinnen. Wir kennen uns nun schon einige Jahre durch Gespräche an libertären Stammtischen und wissen, dass wir harmonieren. Wolf-Dieter ist seit 1990 ein ostdeutscher Unternehmer der ersten Stunde und bringt sehr viel internationale Erfahrung zum Führen eines Unternehmens mit. Er ist damals viel um die Welt gereist, um seine Wasseraufbereitungstechnologie unter die Menschen zu bringen. Er hat beste Kontakte nach Indien, in die Vereinigten Emirate und nach Namibia, war dort in sämtlichen Ministerien und wurde sogar vom ehemaligen Präsidenten Hinfikepunye Pohamba empfangen, der sich persönlich sehr für seine Wasseraufbereitungsanlagen interessierte. Am 15.03.2016 war es dann soweit: CHANGE YOUR COUNTRY LTD wurde in Bristol, Gloucestershire von Wolf-Dieter und mir gegründet und ist im britischen Firmenregister eingetragen.

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