Warum der Brexit ein Vorteil für EU-Auswanderer ist

Wenn du auswandern willst und nicht gleich den großen Schritt auf einen anderen Kontinent machen willst, dann bieten sich auch Ziele in Europa, innerhalb und außerhalb der EU an. In vielen Angelegenheiten freiheitlicher geht es auch in einigen Visegrad-Staaten zu, z.B. in Tschechien, Polen und Ungarn oder auch auf Zypern und Malta. Entscheidender Nachteil: Alle gehören zur EU. Das Vereinigte Königreich von Großbritannien wird durch den bevorstehenden Brexit 2019 deshalb so attraktiv für einen ersten Schritt für deutsche Auswanderer, weil es heute und erst Recht nach dem Austritt einen gewissen Schutz vor der EU-Bürokratie und ihrer Regelungswut bietet. Für die persönliche Freiheit und berufliche Entwicklung ist das ein wichtiger Unterschied. Gerade weil die meisten von euch auch Englisch als erste Fremdsprache recht gut gelernt haben.

Warum nach Großbritannien auswandern?

Großbritannien gehört auch nach 2018 immer noch zu Europa. Die Nähe zur EU, die vertraute Sprache, gute Flugverbindungen sind sicher allein kein Grund, um hierher auszuwandern, auch wenn das Wetter und die Esskultur hier weit besser sind, als ihnen in Deutschland weit verbreitet nachgesagt wird. Was also sind die Vorteile hier? Großbritannien ist nach wie vor einer der entscheidenden Finanzmärkte der Welt, die Währung Pfund Sterling ist stabiler abgesichert und weniger targetschuldenbelastet als der von den europäischen Südstaaten missbrauchte Euro. Wir wissen aus vertrauten regierungsnahen Kreisen, das parallel zum Brexit auch der Aufbau einer unabhängigen Freihandelszone wie etwa Hongkong auf den Inseln geplant ist und dazu schon intensive Verhandlungen laufen. Großbritannien mit seinen 4 Teilen England, Wales, Schottland und Nordirland hat keine deutlich unterschiedliche Mentalität und Kultur zu Deutschland.

Wirtschaftliche Bedingungen sind gut

Unnötige wirtschaftsfeindliche Entscheidungen wie eine „Energiewende“ ohne Kernkraftnutzung gibt es hier nicht, deshalb bleiben die Energiepreise auch niedrig und attraktiv für Industrieansiedlungen. Es gibt keine staatlichen Pflichtversicherungen wie Arbeitslosen- und Pflegeversicherung, nur eine steuerfinanzierte medizinische Grundversorgung (NHS). Wer mehr will, kann sich private Zusatzleistungen zu attraktiven Prämien sichern.
Es gibt Handels- und Visaerleichterungen zu vielen Staaten rund um den Erdball, darunter zu wirtschaftsstarken Ländern wie Australien und Kanada durch das British Commonwealth und nicht nur in einem begrenzten regionalen Gebiet (EU).

Für die Gründung einer der deutschen GmbH vergleichbaren Private Limited Company ist ungefähr eine Stunde und ein überschaubares Kapital von wenigen hundert Pfund notwendig, kein Notartermin und Vertrag, keine 25.000 Euro Stammkapital, keine Gesellschafterversammlung etc.

Einreise und Aufenthalt

Dazu ist im Vereinigten Königreich in der Übergangszeit noch kein Visum oder eine Aufenthaltsgenehmigung nötig. Wie das für EU-Bürger nach dem Austritt aussehen wird, dazu gibt es hier verschiedene Auffassungen, selbst innerhalb der Regierung.
Die Einreise kann also auch noch 2018 normal unter Vorlage der ID-Karte oder des Passports ohne spezielles Visum realisiert werden. Es gibt keine Beschränkung der Aufenthaltszeit. Für Deutsche ist natürlich fast immer die Flugreise erste Wahl. Bei der Auswanderung sollte man aber bedenken, dass der private Transport von Haushaltsgegenständen viel besser und bequemer, dazu noch billiger mit einer der zahlreichen Fährverbindungen von Europa nach Großbritannien realisiert werde kann. Über 20 Fähren verkehren zwischen England und dem kontinentalen Europa. Die nach unseren Erfahrungen empfehlenswerteste Route ist die vom französischen Dunkirque (Dünkirchen) nach Dover mit DFDS. Mit Preisen nach Auslastung ähnlich den Fluggesellschaften arbeitend, bieten sie eine komfortable Überfahrt. Noch ein Vorteil: Die Kontrollen sind weit weniger streng. Es gibt kaum Limitierungen bei der Mitnahme von Gegenständen außer denen natürlich, die gegen geltendes Recht der Staaten Frankreich und England verstoßen..

Ist die Meinungsfreiheit auch hier bedroht?

Meinungsfreiheit ist in Großbritannien immer noch ein hohes Gut, und auch wenn die hier ebenso vorhandenen Social Justice Warriors gern andere Verhältnisse hätten, es gibt (fast!) keine Dämonisierung bestimmter Auffassungen. Die Printmedien sind unabhängig von der Regierung und bieten ein breites politisches Spektrum. Die konservative Regierung May akzeptiert  den Volksentscheid zum Brexit und setzt ihn um, sie hat den weiteren Zuzug islamischer Kulturträger rigoros gestoppt. Aber es gibt auch im Vereinigten Königreich alarmierende Tendenzen. So wurde z.B. am traditionell für  Meinungsfreiheit stehenden Hyde Park Speakers Corner in London der antiislamische und UKIP-Aktivist Tommy Robinson im März dieses Jahres auf Betreiben der Administration in London um den islamischen Bürgermeister Sadiq Khan massiv behindert. Mehreren nichtlinken  Politikern, Bürgerrechtlern und Journalisten wurde sogar die Einreise verwehrt bzw. sie wurden in Polizeigewahrsam ohne Begründung genommen. Deshalb gibt es auch aktuell am 6. Mai 2018 in London Whitehall eine „Day for Freedom of Speech“ genannte Großdemonstration . Wir werden darüber auch auf unserer FB-Seite berichten.
Dennoch ist festzustellen: Eine britische grüne Partei und auch britische Kommunisten sind hier Exoten ohne Einfluss.

Warum ist der bevorstehende Brexit eher ein Vorteil denn ein Nachteil für EU-Auswanderer?

Der Brexit ist kein großer Schaden, eher eine Entlastung für die britische Wirtschaft, wohl aber für die EU-Bürokratie und deren Umverteilung von Steuergeldern. Denn mit jährlich 11,5 Milliarden Euro (2015) ist das Vereinigte Königreich mit Abstand der zweitgrößte Nettofinanzierer. Die jetzt fehlenden Milliarden werden den wirtschaftlichen Zusammenbruch der überschuldeten EU und ihrer kranken Währung Euro nur noch beschleunigen. Denn Deutschland ist ohnehin schon an der Belastungsgrenze und hat weitere politische Fehlentwicklungen zu verkraften: Die anhaltende Verteuerung der Energie durch die sogenannte Energiewende, die unkontrollierte und großzügig aus Steuergeldern finanzierte Einwanderung gegensätzlicher Kulturen, den überbordenden Sozialstaat sowie einen nicht zu übersehenden Verfall der Infrastruktur seiner Straßen und Städte. Ähnliche Entwicklungen sind nicht nur in Griechenland, Italien und Spanien sondern auch in Frankreich zu beobachten. Das komplette Staatsversagen ist sicherlich in Deutschland am weitesten fortgeschritten: Dazu hier eine treffende Analyse.

Commonwealth schlägt EU

Auch in Großbritannien wurden in der Vergangenheit viele politische Fehler gemacht. Der durch den Willen der Bürger initiierte Brexit jedoch ist keiner, weil die wirtschaftliche Vernetzung mit Industrieländern außerhalb Europas (Kanada, Australien, Neuseeland) und aufkommenden Entwicklungsländern (Indien, Singapur, Hongkong) innerhalb des Commonwealth für Alternativen sorgt. Nicht zu unterschätzen sind die Schlüsselstellungen einiger Sonderwirtschaftszonen unter britischer Kontrolle, die besondere Anziehungskraft für investives Kapital ausüben. In der EU gibt es auch diese nach dem Austritt des Vereinigten Königreichs nicht mehr.

Stabiles Pfund vs Kapitalexodus

Es ist also abzusehen, dass entgegen der Prognose einiger EU-Ideologen die Stabilität der britischen Währung Pfund Sterling weitgehend gesichert ist. Deshalb ist es ratsam, als EU-Bürger sein Geld in Reichweite zu sichern, nämlich auf britischen Konten. Das ist im Zeitalter des Internets auch problemlos von Deutschland aus zu managen, auch wenn es dazu einiger Voraussetzungen bedarf. Nach dem Brexit wird es z.B. aus England oder Schottland auch keine Amtshilfe für deutsche Finanzämter mehr geben. Erkannt haben das schon längst die kapitalstärksten Privatleute und die Großunternehmen. Ein guter Indikator ist  der enorme Anstieg der Auswanderung gerade dieser Kategorie, weil sie die flexibelsten und damit Trendsetter sind. Außerdem gehen in der Regel dort, wo ihre Investitionen fehlen, zuerst Arbeitsplätze verloren. Sie werden dann an den Plätzen, wo Investoren hinziehen, neu entstehen und damit auch Wohlstand und Lebensqualität anderer generieren.

Auswirkungen politischer Fehlentscheidungen in der EU

So berichtet das Beratungsunternehmen New World Wealth (RSA) in einer Studie umfassend über den Kapitalexodus aus der EU. Besonders gravierend ist neben Frankreich dort exemplarisch Deutschland in puncto Millionärsauswanderung genannt: Nach  Nettoauswanderungen im unteren dreistelligen Bereich bis 2014 und trotz der Finanzkrise 2008 stieg der Wert schon 2015 auf über 1000 an. 2016 vervierfachte sich der Wert und auch 2017 (Auswertung liegt noch nicht vor) ist ein weiter Anstieg zu erwarten. Nach Venezuela sind 8 EU-Staaten unter den Ländern, die gegenwärtig den höchsten Wohlstandsverlust haben. Das Vereinigte Königreich hat innerhalb der bestehenden EU mit -2% dabei den geringsten Rückgang. Als Auswanderungsland Deutscher liegt es ohnehin schon jetzt auf Platz 4.

Quelle: visualcapitalist.com

Was ist einfacher und besser in Großbritannien als in Deutschland und in Kontinentaleuropa?

Wir können das sicher nicht umfassend darstellen, deshalb werden wir es bei einigen alltäglichen Beispielen belassen. Die Wertung oder Rangfolge überlassen wir unseren geschätzten Lesern.

Wohneigentum kaufen oder doch besser zur Miete wohnen?

Privates Eigentum wird zumindest im Immobiliensektor immer noch sehr geschätzt. Deshalb tummeln sich sowohl regional als auch überregional eine nahezu unüberschaubare Menge an Maklern für Kauf und Miete von Grundstücken und Wohnungen auf dem britischen Markt. Daneben gibt es natürlich noch den Direktkontakt mit dem Eigentümer. Alles in allem eigentlich eine recht gute Wettbewerbssituation. Dennoch sind weder Kauf noch Miete in der Regel ausgesprochen günstig. London beispielsweise ist bis in die Suburbans hinein mit dem schlechtesten Preis-Leistungsverhältnis eher eine Geldfalle. Bei ordentlicher Recherche jedoch lässt sich das ein oder andere Schnäppchen selbst in England machen. Hier ist der Zeitfaktor enorm wichtig, auch weil es weder zu Kauf oder Vermietung eines Notarvertrages bedarf oder einer behördlichen Anmeldung oder Zustimmung. Wer also in kurzer Zeit zuschlagen kann und das notwendige Geld überweist, ist Sieger.

Gute Vorbereitung sichert den Erfolg

Deshalb ist vor Ort zu sein, hier wichtig und ein klarer Vorteil für einen Auswanderer. Ein ständiger Kontakt zu den Händlern, Überwachung geeigneter Angebote und auch eine schneller Besichtigungstermin sind da ratsam. Von Deutschland aus ist das nur schlecht zu organisieren, wenn man keinen Vertrauensmann vor Ort hat. Aber wenn man zuschlägt, kann man unmittelbar die Schlüssel bekommen und einziehen. Mit dem geltenden Recht in Deutschland wäre das undenkbar! Übrigens auch als ausländischer Bürger hat man dort keinen Nachteil, wenn man davon absieht, das keine britische Bank für den jeweiligen Auswanderer eine Bonitätshistorie besitzt. Bei Mietern wird natürlich schon die Bonität geprüft und auch Sicherheitsleistungen sind üblich. Mietverträge sind meist relativ kurzfristig angelegt, aber kaum unter der Mindestdauer von 6 Monaten mit stillschweigender Verlängerung und /oder monatlicher Kündigungsmöglichkeit. Die Kautionshöhe liegt sonst im Bereich einer Monatsmiete.

Unterschiedliche Angebote für unterschiedliche Menschen

Im Vereinigten Königreich wird die Individualität von Menschen anerkannt und nicht versucht alle gleich zu machen. Das empfindet man sofort als außerordentlich angenehm, wenn es nicht nur in kommunal geführten Sport- und Freizeiteinrichtungen sowie Museen, Parks etc. sondern auch oft in privaten Läden und gastronomischen Einrichtungen spezielle Preisnachlässe und maßgeschneiderte Angebote für Familien, Kinder, jugendliche Erwachsene, Vollzeitstudenten, Behinderte und Senioren gibt. Jedem nach seiner Lebenssituation sozusagen.

Ladenschluss gibt es nicht

Großbritannien kennt auch kein Ladenschlussgesetz, deshalb kann man an Wochenenden, selbst an Sonntagen gemütlich shoppen gehen. Es gibt hier keine Diskussionen bei Gewerkschaften oder religiösen Gruppen über den „Schutz der Sonntagsruhe“. Ja selbst an den restlichen Feiertagen (Bank Holidays) sind außer den Banken fast alle Läden geöffnet. Man muss also nichts auf Vorrat kaufen. Zwar machen Banken, Fachgeschäfte und kleinere Läden meist schon 17 Uhr zu, aber dafür gibt es neben den Tankstellen und Superstores ein dichtes Netz an off-licence-Läden, die bis 22 oder 23 Uhr ihren Kiez mit allem notwendigen versorgen.

Umgang mit Geld

Als servicefreundlich, aber auch mit gemischten Gefühlen kann man folgendes zur Kenntnis nehmen: Es gibt fast kaum einen Händler, der keine Debit- oder Kreditkarten akzeptiert. Meist kann das ganze noch berührungslos erfolgen. Man ist also mit dem Zurückdrängen des Bargeldes „weiter“ als in Deutschland. Überwachung überhaupt, insbesondere mit CCTV-Kameras, spielt im öffentlichen Bereich eine große Rolle, aber auch viele private Einrichtungen nutzen es. Private Sicherheit wird hier sehr geschätzt. Allerdings sind die Waffengesetze in UK noch strenger als in Deutschland.

Auch noch wichtig zu wissen:

Es gibt keine Arbeitslosenversicherung und keine GEZ (Haushaltsabgabe).

Eine gute Adresse

Ob ihr Großbritannien nur näher kennenlernen wollt oder für Business, Sicherung eures Vermögens, etc., Steuersparmodelle die vorhandenen Vorteile nutzen wollt oder nur den britischen Lifestyle liebt, wendet Euch an uns. Wir denken, CHANGE YOUR COUNTRY ist hierfür eine sehr gute Adresse.

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